Prekäres Taxigewerbe

TaxiIn den derzeit laufenden Verhandlungen um die Taxi-Fahrpreise hat der Senat eine Erhöhung um 5,81 Prozent zugestanden. Bei einer angedachten Laufzeit von mehreren Jahren ist das weniger als die Inflationsrate. Daher hat die an der Tarifanhörung beteiligte Gewerkschaft Verdi dem Senat ablehnend geantwortet. Die Fahrpreise haben einen Einfluss auf die Löhne, da letztere in fast allen Betrieben eine Anteilsprovision auf die eigenen Einnahmen des Fahrers oder der Fahrerin sind. Eine Fahrpreiserhöhung alleine schafft allerdings, selbst wenn sie deutlich höher ausfiele, noch keine auskömmlichen Mindestlöhne im Taxigewerbe. Das liegt daran, dass die Konzessionsvergabe in Berlin unbegrenzt ist. Eine kurzzeitige Erhöhung der Umsätze pro Taxi – und damit auch der Löhne – würde durch von Großunternehmen zusätzlich in den Dienst gestellte Taxen wieder neutralisiert werden. Die AG Taxi bei Verdi fordert vom Senat die Regulation der Konzessionsvergabe in dem Sinne, den Dumpingwettbewerb zu stoppen. Wir wollen von unserer Arbeit leben können, ohne auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen zu sein! Mit Protestaktionen ist zu rechnen, achtet auf Ankündigungen.